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Beschreibungen – deutsch"Diese Nacht": Anmerkungen zum DrehbuchGilles Taurand Diese Nacht (Para esta noche, 1943) gilt zu Recht als einer der besten Romane des uruguayischen Schriftstellers Juan Carlos Onetti. Die Handlung erstreckt sich über eine Nacht - eine alptraumhafte Nacht, die einige der tragischsten Episoden der jüngsten Geschichte Lateinamerikas erahnen lässt. In einer belagerten Stadt versucht ein jeder verzweifelt, die eigene Haut zu retten. "Ich möchte sterben, jetzt, an Liebe..." Zum Gedenken an die uruguayische Lyrikerin Idea VilariñoErich Hackl Von all den großen, kühnen, unbeugsamen Dichterinnen, die Lateinamerika hervorgebracht hat, ist sie die bedeutendste und, trotz ihrer selbstgewählten Abgeschiedenheit und der Rigorosität ihres Schaffens, auch die populärste: Idea Vilariño, die 1920 in Montevideo geboren wurde, als zweitälteste Tochter eines, wie sie schreibt, verliebten und in seine Kinder vernarrten Paares: Acerca de O...Alfonso Montoro La primera sensación que tuve cuando leí por primera vez a Juan Carlos Onetti, fue como la de recibir un derechazo en el que el púgil ya antes, y diligentemente, había metido la cintura. Volví sobre algunos de los párrafos del cuento como para convencerme de algo que me era difícil explicar. No sé cuánto tiempo pasó desde ese día hasta que le vi en unas de sus escasas apariciones televisivas ?en un programa que hoy, como no es de extrañar, carecería de audiencia?: Alle meine SchwächenElias Torra Juan Carlos Onetti: Wenn es nicht mehr wichtig ist Juan Carlos Onetti ist die graue Eminenz der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur. Die Bücher des 1909 in Uruguay geborenen und 1994 im spanischen Exil gestorbenen Romanciers gehören zwar zu den einflußreichsten des Kontinents. Allegorie auf Leben und TodEleonóra Szemerey Am Anfang ist der Kreisschwenk. Ein bedächtiger, wissender, zeigender. Exemplarisch führt er ein in ein eigenwilliges Werk aus Bildern und Tönen in assoziativen Collagen. Als stummer Erzähler verweist er auf zentrale Motive der folgenden zwei Stunden: Wir sehen Teufel, Menschen, Folter und Blut, makaber verflochten mit jugendlicher Unschuld, zärtlich forschender Lust und großer Musik. Alles rostet, schimmelt, faultMaike Albath Wie in einem phantastischen Alptraum: Zehn Erzählungen von Juan Carlos Onetti. Das Ich ist eine Falle. Ein tiefer dunkler Schacht, aus dem man niemals hinaus findet, ein langer Gang mit endlosen Verzweigungen. Hinter jeder Biegung lauert der Wahnsinn. Wie ein Gerichtsurteil wird einem sein Schicksal aufgezwungen, ohne dass man etwas dagegen tun könnte. Best of Interviews (deutsch)Onetti und die Journalisten: Mal launig-gesprächig, mal wortkarg-brüsk, stets luzid, nie geschwätzig, spricht Onetti in den Interviews über Bücher und Schriftsteller, über Politik und Geschichte, über Liebe und Tod – also immer über das Thema seiner Literatur, "das absurde Abenteuer, das der Weg der Menschen über die Erde ist". Hier eine sehr unvollständige Sammlung sehr kleiner Ausschnitte, von der Redaktion als "besonders empfehlenswert" gekennzeichnet: Das HausW. G. Sebald Das Haus W. G. Sebald – Jan Peter Tripp: Unerzählt. München Wien 2003 Das kurze Leben / Der VerfolgerGabi Töpferwein Die Süddeutsche Zeitung hat vor fast einem Jahr ihre Bibliothek kreiert, gute Bücher für 4,90 €. Die Idee dazu stammt aus Italien. „50 große Romane des 20. Jahrhunderts, ausgewählt von der Feuilletonredaktion der Süddeutschen Zeitung“, so steht es auf jedem Band. Die Auswahl sagt uns nicht unbedingt etwas über die Weltliteratur im vergangenen Jahrhundert (das wäre auch ein sehr gewagtes Unterverfangen), aber doch allerhand über die Feuilletonredaktion der SZ. Der Begründer der lateinamerikanischen ModerneHelmut Böttiger Juan Carlos Onetti: "Gesammelte Werke" Nein, es geht nicht um Macondo. Die Stadt, die Gabriel Garcia Márquez erfunden hat und in "Hundert Jahre Einsamkeit" bis zum Nobelpreis hin ausschmückte, ist keineswegs die Hauptstadt der lateinamerikanischen Literatur. Es ist weder die größte noch die erste. Der eigentliche Akt geschah fast zwei Jahrzehnte vor Garcia Márquez: Der Du bist im NichtsStefan Ripplinger Juan Carlos Onettis grausame Erzählungen "Das Sein erscheint im Scheitern." Es ist nicht allein ihre perfekte Prosodie, die Karl Jaspers' Formel so einprägsam macht. Glatte Sätze vergisst man bald. An diesem reizt gerade der Widerspruch zwischen der Eleganz der Fügung und seinem möglichen Inhalt: Der Mikrokosmos als TodesfalleStefan Kunzman Juan Carlos Onettis Gesammelte Erzählungen erscheinen erstmals auf Deutsch Der uruguayische Schriftsteller Juan Carlos Onetti ist in Deutschland weitaus weniger bekannt als Gabriel García Marquez, Mario Vargas Llosa oder Julio Cortázar. Dabei gebührt ihm ebenso ein Platz in der Galerie jener großen lateinamerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Der UnberührbareJan Schulz-Ojala Werner Schroeter präsentiert in der Berliner Volksbühne seinen Film „Diese Nacht“ Ist es nur die Stimme, dieses näselnd Nölende, das plötzlich so aufstößt und, ja, aufregt? Ist es das Reden als träger, in halbhoher, kaum modulierender Mittellage dahintreibender Fluss, das den Auge in Auge so liebenswürdigen Menschen, von dem es zudem heißt, alle seine Schauspieler liebten ihn, heute so grundunsympathisch erscheinen lässt? Die Erfindung der lateinamerikanischen Literatur. Tomás Eloy Martínez im Gespräch mit Luis Hars.Tomás Eloy Martínez Wie kam es zum legendären Boom der lateinamerikanischen Literatur in den siebziger und achtziger Jahren? Am Anfang der internationalen Karriere von Schriftstellern wie Alejo Carpentier, Juan Carlos Onetti, Julio Cortázar, Carlos Fuentes, Mario Vargas Llosa sowie Gabriel García Márquez stand 1967 ein Buch des Chilenen Luis Harss: "Into the Mainstream: Conversations with Latin American Writers". Die kleinen Dinge des LebensThomas Combrink Was für ein mächtiger Fluss aus Buchstaben, Wörtern und Sätzen, den Juan Carlos o netti durch die Literaturlandschaft leitet! Was für eine abgehalfterte, poröse, dunkle aber auch wunderbar schillernde Gestalt dieser Larsen, oder auch Leichensammler, doch ist! Die Rückkehr des LeichensammlersUwe Stolzmann Der Suhrkamp-Verlag verlegt die weltweit erste Onetti-Werkausgabe Einmal, vor 45 Jahren, wurde Onetti gefragt: Welche Funktion hat der Intellektuelle in der Gesellschaft? Der Interviewer wollte es genau wissen, doch der Dichter erwiderte kurz angebunden: «Keine. Er muss Talent haben.» Die Tränen der dicken DäninGustav Seibt Der beste Einstieg ins Werk eines zu wenig gelesenen Autors "Warten Sie bis zum Jahr 2000, wenn Onetti einer Revision unterzogen wird." Die Prophezeiung, die der uruguayanische Schriftsteller Juan Carlos Onetti (1909 bis 1994) immer auf Lager hatte, wenn eine Interviewfrage ihn besonders langweilte, hat sich bisher nicht erfüllt. Die Welt als geschlossene AnstaltRainer Traub Über "Der Schacht" von Juan Carlos Onetti Im Jahr 1939 erschien in Montevideo ein kartoniertes Buch von gerade 99 Seiten mit dem Titel "El pozo" ("Der Schacht"). Äußerlich unansehnlich, gedruckt auf grauem Packpapier, mit einer angeblichen Picasso-Zeichnung auf dem Umschlag, die in Wahrheit von der Hand des Verlegers stammte, verkaufte sich das Bändchen erbärmlich schlecht. Eine ungöttliche KomödiePeter Demetz Der Dichter Juan Carlos Onetti und eine neue Reise nach Santa Maria Juan Carlos Onetti, vor zweiundachtzig Jahren in Montevideo geboren, konstruiert seine Romane in Sprüngen und Wiederholungen. Vor vierzig Jahren erfand er sich, im Geiste William Faulkners, eine Stadt namens Santa Maria, typisch Rio de la Plata, aber ohne Folklore, und ließ seine rastlosen Figuren hin und her wandern. Einer der ganz großen Erzähler in spanischer SpracheRulo Melchert Über den Uruguayer Juan Carlos Onetti Juan Carlos Onetti, Schriftsteller und Journalist, wurde 1909 in Montevideo geboren, er starb, aus politischen Gründen seit den siebziger Jahren im Exil lebend, 1994 in Madrid. Sein Werk umfaßt zahlreiche Romane und Erzählungen. |
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