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Die IndizesCalifornien, Anfang der sechziger Jahre. Es ist Montag oder Donnerstag, Juli, März, Oktober, auf jeden Fall ein Werktag. Pünktlich um 11:45 Uhr ergießt sich ein Welle überwiegend glücklicher Studentinnen und Studenten über den sonnendurchfluteten Campus von Berkeley. Kaum jemand ahnt, dass in diesem Moment einer der klimatisierten, abgedunkelten Räume zum Schauplatz einer bizarren Szenerie avanciert, die zwar nicht an die breite Öffentlichkeit dringt, aber doch eine auf kleine literarische Zirkel begrenzte Berühmtheit erlangt und heute als möglicher Beginn eines tiefroten Fadens gilt, den viele, ja die meisten, die sich berufen fühlen, gerne und mühelos weiterzuspinnen... Es gibt, gab ein, zwei, vielleicht sogar bis zu fünf Zeugen. Die Protagonistin: Eine empfindliche, empfindsame Studentin, Aspirantin auf ein Degree in lateinamerikanischer Literatur, inmitten einer heftigen intelektuellen Erfahrung und dabei am Rande ihrer psychischen Belastbarkeit. Mit wahrscheinlich unzureichend durchblutetem Gesicht, fester Absicht und weichen Knien tritt sie dem wohlwollenden Dozenten gegenüber und bittet mit zwischen Beben und Zittern schwankender Stimme, Onetti aus dem Lehrplan zu streichen. Begründung: "Onetti macht uns fertig." Seite senden | Druckversion | 755 Abrufe
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